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Lohnunterschiede in Deutschland | Gründe, Tipps und Beispiele

laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend liegt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern, trotz gleicher formaler Qualifikation und auch ansonsten gleicher Merkmale noch immer bei 7 %.

 

Genau, heute geht es um den gleichen Lohn bei gleicher Arbeit.

 

Beginnen wir mit der ersten Frage: Wie kann das sein? Schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, nicht gerade vor so einer Ungleichbehandlung? Doch, eigentlich sollte das so sein, aber das AGG schützt nicht nur Frauen oder Männer, das AGG will Benachteiligungen sowohl wegen des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Rasse, des Alters, der sexuellen Orientierung, der Weltanschauung, der Religion und aufgrund einer Behinderung beseitigen.

 

Ist der Lohnunterschied also eine versteckte Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt? Das zumindest sagt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Aber woran liegt das und warum wird dies trotz gültiger Gesetze toleriert?

 

Informieren wir uns nochmal beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Lesen dürfen wir, dass das Bundesfamilienministerium den Equal Pay Day fördert und dass der Equal Pay Day symbolisch den Tag markiert, bis zu welchem Frauen seit Jahresanfang umsonst arbeiten müssen, während Männer in der gleichen Zeit bereits für ihre Arbeit bezahlt werden. Der letzte Equal Pay Day war am 19. März 2016, obwohl das Datum und dessen Berechnung nicht selten in heftigster Kritik untergehen.

 

Aber halt, es geht noch weiter. Als nächstes stolpern wir über die Worte: Entgeltungleichheit in Tarifverträgen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schreibt hierzu:

 

Flankierend zum Gesetzesvorhaben zur Lohngerechtigkeit will die Bundesregierung eine Initiative gemeinsam mit den Tarifpartnern starten, um die Muster von struktureller Entgeltungleichheit in Tarifverträgen zu erkennen und zu überwinden. Ein erster Schritt ist der Sozialpartnerdialog, der mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften gestartet wurde. Dadurch soll weiteres Engagement auf einer untergesetzlichen Ebene zusammen mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften ermöglicht werden. Um die Lohnlücke nachhaltig zu reduzieren muss an einer Gesamtstrategie gearbeitet werden.

 

Bedeutet das dann: Wir beschweren uns zwar auf der einen Seite über Lohnungerechtigkeit, haben vor 10 Jahren das AGG verabschiedet, lassen zu, dass kleine und mittelständische Unternehmen verklagt werden, wenn ein Bewerber abgelehnt wird, obwohl er sich für genug qualifiziert hält und denkt benachteiligt zu werden, aber auf einem Stück Papier – nämlich dem Tarifvertrag – müssen wir auf einer untergesetzlichen Ebene suchen, ob wir nicht doch vielleicht eine Lohnlücke finden, die wir reduzieren könnten? Am Besten nachhaltig, mit einer Gesamtstrategie und im Sozialpartnerdialog mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften?

 

Viele mögen jetzt sagen, dass gerade Tarifverträge für eine diskriminierungsfreie Bezahlung sorgen, denn die Eingruppierung — und damit die Vergütung — erfolgt personenunabhängig und geschlechtsneutral rein tätigkeitsbezogen.

 

Deshalb lassen wir das mal so stehen und widmen und kurz dem viel zitierten Satz – den wir ebenfalls auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden: „Frauen verdienen noch immer 21 % weniger als Männer, zum Teil, weil sie häufig in niedrig entlohnten Branchen und Berufen arbeiten“

 

Ein kleines Beispiel zeigt, dass auch das nur oberflächlich angekratzt stimmt, denn selbst in sogenannten Frauenberufen, wie beispielsweise der Pflegebranche, verdienen Männer auch mehr als Frauen.

 

Gehaltsvergleich.com sagt dazu:

 

Krankenschwestern und Krankenpfleger ohne Berufserfahrung verdienen beim Einstieg durchschnittlich 2.043 € brutto im Monat. Eine Aufschlüsselung in männliche und weibliche Fachkräfte ergibt: Examinierte Krankenpfleger verdienen nach der Ausbildung mit 2.426 € deutlich mehr als ihre weiblichen Kolleginnen, die mit 2.000 € im Monat einsteigen. Diese Differenz bleibt auch im Alter bestehen. Krankenpfleger erhalten mit 2.842 € im Durchschnitt mehr Lohn als Krankenschwestern (2.417 €).

 

Befassen wir uns aber nun mit den vorhin angesprochenen 7 % und der Frage nach dem gleichen Lohn bei gleicher (oder gleichwertiger) Arbeit, denn wir konnten tatsächlich noch weitere Möglichkeiten finden, warum Frauen weniger verdienen könnten als Männer, obwohl sie gleich qualifiziert sind und eine gleichwertige Arbeit machen.

 

Stichwort: Bescheidenheit

 

laut einer Studie des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gaben Frauen auf die Frage: was ein gerechter Lohn sei, im Schnitt eine um 25 % geringere Summe an als die befragten Männer. Auch wechseln laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln statistisch gesehen, Frauen nicht so häufig den Job wie Männer, weswegen sich ein geringerer Lohn dann auch aufgrund fehlender Gehaltsverhandlungen zeigen kann. Auch berufliche Unterbrechungen senken meist das Gehalt und da noch immer mehr Frauen als Männer in der Babypause daheim bleiben – also in dieser Zeit keine berufliche Erfahrung sammeln können, die Technologie schon wieder Fortschritte gemacht hat oder Frau in dieser Zeit im puncto Weiterbildung nachhingt, kann auch das ein Grund für ein niedrigeres Einkommen sein.

 

Ganz egal, an was es aber schlussendlich liegt, 7 % Entlohnungsunterschied bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit sind zu viel. Und auch wenn bereits seit Jahren an diesem Problem gearbeitet wird, scheint es sich doch nicht merklich zu verbessern. Die Frage wäre also, könnte man nicht vielleicht ein Gesetz entwerfen, was dafür sorgt, dass Frauen nicht weniger verdienen dürfen als Männer, wenn sie gleich qualifiziert sind und die gleiche Arbeit machen? Praktisch ein Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz vor Ungleichbehandlung?

 

Ach stimmt, das haben wir ja schon – und zwar seit 10 Jahren.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag – Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz!

 

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